1.1 Ziel der Namensgebung
Mit Hilfe der Namensgebung soll erreicht werden, dass dem Leser in möglichst wenigen Zeichen möglichst viel Information vermittelt wird. Dem Namen sollte man ansehen, um welche Art von Objekt es sich handelt, in welchem Modul das entsprechende Objekt definiert ist und welche Funktion es hat. Zusätzlich sollte man bemüht sein, die Anzahl der Namen so gering wie möglich zu halten und nur den Objekten einen Namen zu geben, die in den Regeln angesprochen werden und keinen Namen von ihrem Modell erben können. Es macht in der Regel keinen Sinn, einen vom Modell geerbten Namen durch einen neuen zu überschreiben. Das erhöht nur die Anzahl der Namen und trägt auf keinen Fall zur besseren Lesbarkeit des Dialogs bei.
Als besonders wichtig stellen sich bei der Verwendung von Objekten immer wieder die Klasse und die Art (Modell oder Instanz) heraus. Aus diesem Grund sollte diese Information in den ersten Buchstaben enthalten sein. Da die Instanz im Normalfall die am häufigsten verwendete Objektart ist, sollte diese nicht durch einen besonderen Buchstaben gekennzeichnet sein, sondern nur die Modelle. Anschließend sollte am Kennzeichen, das anzeigt, ob es sich um ein Modell oder eine Instanz handelt, die Klasse des Objektes angegeben werden. Falls Module verwendet werden, sollte dann das Modul - abgetrennt durch einen Underline - angegeben werden, in welchem das entsprechende Objekt definiert ist. Wieder durch einen Underline zur besseren Lesbarkeit abgetrennt, sollte dann der eigentliche Name des Objektes folgen. Aus diesem Namen sollte hervorgehen, welche Aufgabe das entsprechende Objekt hat.
Damit ergibt sich folgendes Schema für die Namensvergabe:
Definition
{M}<Abkürzung Objektklasse>{_<ModulName>}_NameDesObjektes
Der Modulname sollte nur verwendet werden, wenn auch wirklich mit Modulen gearbeitet wird. Sonst entfällt dieser Teil des Namens. Bei der Namensvergabe muss darauf geachtet werden, dass die Länge eines Namens 31 Zeichen nicht überschreiten darf.